„Glücks-Bringer – nicht nur zum neuen Jahr“

cimg3471 by hiltrud hausner pfarrbriefserviceWort zum Sonntag, Westfalen Blatt, 30. Dezember 2017

Nach den reichhaltigen Weihnachtstagen sagen viele am Ende des zweiten Feiertages „jetzt ist Weihnachten auch schon wieder vorbei“.

 Und zum Jahreswechsel stehen ja auch bereits viele kleine Glücks-Bringer in Form von Marzipanschweinchen und Glücksklee-Blumentöpfchen mit „Schornsteinfeger-Stecklingen“ bereit, um weiteres Wohl und Gelingen für 2018 zu verheißen. Brauchen wir (noch mehr) Glücks-Bringer, weil Weihnachten gefühlt schon wieder Vergangenheit ist – obwohl wir gerade erst die Geburt des Christkinds als Heiland, Heil-Bringer („Glücks-Bringer“?) gefeiert haben?
Zugegebenermaßen ist es kurzweilig, sich am langen Silvesterabend mit „Bleigießen“ die Zeit zu vertreiben und in den dabei entstehenden Phantasie-Gebilden „die Zukunft zu lesen“ oder „Glückskekse“, diese kleinen Hohlraum-Gebäcke mit eingebackenen „Verheißungs-Fähnchen“, aufzuknacken und zu mutmaßen, was davon sich erfüllen könnte. Doch ahnt jeder und jede, dass es purer Zufall ist, wer welchen Keks erwischt.
Nun - was ist denn „Glück“ überhaupt und wem traue ich zu, es zu bringen? Darüber lohnt es sich nachzusinnen – nicht nur zum Jahreswechsel.
Glück ist schon das kleine Erlebnis der praktischen Hilfe, Erleichterung, Freude, eben jener Moment, der den grauen Alltag unterbricht; noch mehr gewiss die Erfahrung, um Haaresbreite einem schweren Auto-Unfall entgangen zu sein – wie es einer mir nahestehenden Person am Weihnachtstag ergangen war. Glück gehabt - ja, natürlich! Und im Leben das „große Los“ zu ziehen, wenn bei guter Gesundheit sowohl Partnerschaft und Familie als auch Beruf und Karriere so gelingen, wie ich mir das erträumt habe, das ist „Glück“. Aber wer bringt es? Immerhin macht die Bezeichnung „Glücks-Bringer“ schon klar, dass die alte Redewendung „Jeder ist seines Glückes Schmied“ (aus einem römischen Gedicht um 300 v.Chr.) so nicht stimmt, dass wir es eben nicht einfach selber produzieren können, das Glück - und dass diejenigen, die es nie haben (die „Loser“), es daher auch nicht zwangsläufig selber vermasselt haben müssen.
In manchen katholischen Kirchen begegnet uns am Silvestertag eine biblische Lesung, in der Abraham von Gott Großes verheißen wird. Nach anfänglicher Skepsis „Herr, mein Herr, was willst du mir schon geben?“ (Gen 15,2) kann er doch glauben – und zwar nicht nur das, was Gott ihm als sein großes Glück zusagt (zahlreiche Nachkommen wie die Sterne am Himmel), sondern dass Gott es selber ist, der ihm das schenkt.
Die Erkenntnis, dass Weihnachten nicht vorbei ist und das Vertrauen, dass es der in die Welt hinein geborene „Heiland“ ist, der Glück und Heil verheißt und auch bringt und der unser Leben durch alles hindurch bewahrt, wünscht Ihnen – nicht nur zum neuen Jahr

Eva Maria Nolte 2017

Eva-Maria Nolte, Gemeindereferentin im „Bielefelder Osten“

 

 

 

Eva-Maria Nolte, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Bielefeld-Ost

Bildquelle: Pfarrbriefservice, © Hiltrud Hausner

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