„Ganz schön mutig!“

2014 MISEREOR Aktionsplakat FastenaktionWort zum Sonntag, Westfalen Blatt, 5. April 2014

So denken wir, wenn endlich einer dem Chef gegenüber tritt und sich zu sagen traut, was alle anderen schon lange dachten.

 „Ganz schön mutig!“ So ist das, wenn jemand die Zelte in der Heimat abbricht und woanders noch einmal ohne Sicherheiten ganz neu anfängt. „Ganz schön mutig!“ Dieses kleine Mädchen, das jüngst auf dem Schulhof einem schwächeren Kind zur Hilfe kam, um es vor „den Starken“  zu schützen.

Manchmal wünschte ich mir auch, „ganz schön mutig“ zu sein. Aber ich bin es nicht immer. Und gerade wenn mir eine Portion Mut fehlt, dann muss ich an Menschen denken, die durch ihren mutigen Einsatz viel bewirkt haben. Mutter Teresa zum Beispiel. Die „Mutter der Armen“ wurde einmal von einem Reporter gefragt: „Was muss sich eigentlich in der Kirche ändern?“ Nachdem sie kurz überlegt hatte, gab sie zur Antwort: „Sie und ich!“

Und wenn ich dann lese, dass heute weltweit 840 Millionen Menschen Hunger leiden, 130 Millionen Kinder chronisch unterernährt sind und alle fünf Sekunden ein Kind stirbt, weil es nicht genug zu essen bekommt, dann weiß ich, dass da „Sie und ich“ gefragt sind. Große Sprüche helfen nicht. Handfeste Taten sind gefordert, damit sich etwas ändert. „Mut ist, zu geben, wenn alle nehmen“, so lautet das Leitwort des diesjährigen MISEREOR-Sonntags. MISEREOR ist eines der großen Hilfswerke der Katholischen Kirche. Durch Spenden und konkrete Unterstützung vor Ort tragen die Leute von MISEREOR dazu bei, Hunger, Armut und Krankheit in der Welt zu bekämpfen. Das ist ein ganz schön mutiger Einsatz. Und der funktioniert nur, wenn möglichst viele mitmachen. „Wagen wir ein wenig mehr, die Initiative zu ergreifen!“ sagt Papst Franziskus. Also, sind Sie mutig? Sind Sie mit Ihrer Spende dabei?

Hans-Jürgen Kötemann



 

 

Hans-Jügen Kötemann
Pastor im Pastoralverbund Bielefelder Westen

 

Bildquelle: www.pfarrbriefservice.de

 

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