Gott ist ein menschenfreundlicher Gott des Lebens

Vidady-fotolia.com  at gott.netWort zum Sonntag, Westfalen Blatt, 16.August 2014

Der 15. August ist in der Katholischen und in der Orthodoxen Kirche das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel.

Bereits seit dem 6. Jahrhundert ist bezeugt, dass Menschen daran geglaubt haben, dass Maria, die Mutter Jesu, in den Himmel aufgenommen worden ist. Erst 1950 aber wurde die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel in der Katholischen Kirche als Glaubenssatz, als Dogma, verkündet.
Es war der Kirche damals wichtig, nach der Zeit des zweiten Weltkriegs, nach dem menschenverachtenden Krieg mit all seiner Unmenschlichkeit ein Zeichen dafür zu setzen, dass Gott ein menschenfreundlicher Gott ist. Er hat uns Menschen nicht für den Tod geschaffen, sondern für das Leben. Das Ende des irdischen Lebens ist nicht die Vernichtung des Lebens, sondern das Leben eines jeden Menschen ist bei Gott aufgehoben und mündet ein in seine Ewigkeit. An Maria, so hat es der Glaube vieler Menschen bezeugt, hat Gott das deutlich gemacht. Er hat sie in sein Reich, in sein Leben, in seinen Himmel erhoben.
Heute erleben wir es wieder, im Heiligen Land, in der Ukraine, in Syrien, im Irak, in Afrika und an noch viel mehr Stellen der Erde, dass menschliches Leben durch Krieg, durch Unmenschlichkeit, durch Verfolgung und Mord vernichtet wird. Unendlich großes Leid kommt auf Menschen, die unschuldig zwischen die Fronten kriegsführender Parteien geraten sind, oder die wegen ihres Glaubens und ihrer Herkunft verfolgt werden.
Das gestrige Fest erinnert uns daran, dass Gott uns Menschen nicht für die Vernichtung, nicht für den Tod, sondern für das Leben geschaffen hat. Wir Menschen sind zum Leben berufen. Daher dürfen und müssen wir uns für das Leben einsetzen in jedem politischen Handeln und in unserem Beten. Menschen auf der ganzen Welt warten darauf, dass die Welt menschenfreundlicher und lebenswerter wird. Als Christinnen und Christen dürfen wir aus dem Glauben heraus unseren Beitrag dazu leisten.Nacke Norbert, Foto Westfalen Blatt

 

Norbert Nacke
Pfarrer und Leiter des Pastoralverbundes Bielefeld-Mitte


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