Kunstwerke Gottes

341 Foto iStock.com c gott.netWort zum Sonntag, Westfalen Blatt, 1. Mai 2015

Aufatmen. Aufblühen. Die Natur in all ihrer Pracht und Schönheit genießen.

Der Monat Mai lädt dazu in besonderer Weise ein. In der Vielfalt und Buntheit der Schöpfung spüre ich intensiver als sonst, dass ich von Dingen lebe, die mir vorgegeben sind. Die Blumen und Bäume habe ich nicht selbst gemacht. Das Zwitschern der Vögel und das Rauschen des Baches kann ich nur als Geschenk empfangen. Ich frage mich: warum gibt es das alles überhaupt? Es könnte ja genauso gut nichts sein. Da muss es doch jemanden geben, der alles ins Dasein gerufen hat. Ich glaube, dass die Welt von Gott gewollt ist, der Mensch ist keine Laune der Natur. Die Bibel stützt diesen Glauben. Dort lese ich beim Propheten Jesaja: „Jetzt aber – so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob und der dich geformt hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.“
Setzen Sie doch einmal für „Jakob“ und „Israel“ Ihren eigenen Namen ein! Da kann einem doch bewusst werden, woher wir Menschen kommen und wohin wir einmal gehen, oder?
Wir alle sind von Gott geformt und geschaffen. Darin liegt unser Wert und unsere  Würde begründet: wir sind Kunstwerke Gottes! Und wenn dieser Gott mich auch noch beim Namen ruft, dann weiß ich, dass er mich ganz persönlich kennt. Denn mit meinem Namen verbindet sich ja meine ganze Lebensgeschichte: die guten und die schweren Tage, die hoffnungsfrohen und die schmerzvollen Stunden. Gott weiß darum. Er nimmt das alles an. Bei ihm geht nichts verloren. Das lässt mich aufatmen. Da kann ich aufblühen…
 
 
Ihr Hans-Jürgen Kötemann,

Hans-Jürgen Kötemann

Pastor im Pastoralen Raum Bielefeld-Mitte-Nord-West

 



 

 

 

 Bildquelle: www.gott.net

 

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