Alles soll bleiben wie es ist!?

dsc080441 by magdalena simon pfarrbriefserviceWort zum Sonntag, Westfalen Blatt, 8. Dezember 2018

Sie machen sich um Jahre jünger oder älter, zaubern sich ein Lächeln auf‘s Gesicht, verwandeln sich als Mann in eine Frau oder umgekehrt.

Die Bild-Bearbeitungs-App auf dem Smartphone macht es möglich – sogar kostenlos - und verspricht obendrein einen Riesenspaß – solange man nicht „Ernst machen“ muss. Denn erst kürzlich hat die Bertelsmann-Stiftung in Gütersloh eine Studie veröffentlicht, nach der die Europäer offenbar eher „Veränderungsmuffel“ sind: Etwa zwei Drittel der befragten EU-Bürger/innen (so auch der Deutschen) meinen, dass früher alles besser war. Sie neigen bei Veränderungen (im persönlichen Umfeld und auch bei aktuellen gesellschaftlichen Themen wie z.B. Einwanderung und EU-Mitgliedschaft) eher zur Skepsis. Die Studie, für die im Juni fast 11.000 Menschen befragt wurden, gilt - insbesondere für die fünf größten Mitgliedsstaaten der EU, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Spanien – als repräsentativ.
Am liebsten soll also alles bleiben wie es ist: die Gesundheit, knackiges Aussehen, Beweglichkeit, der gehobene Lebensstandard – zumindest, wenn es gut läuft! Und zu Weihnachten - da soll auch alles sein wie immer: „Alle Jahre wieder…“
Aber kann überhaupt alles so bleiben wie es ist, wenn der Heiland kommt? Denn „Advent“ heißt ja „Ankunft“ - „… kommt das Christuskind…“! Die Worte der Bibel kündigen für die Zeit der Ankunft sehr deutlich „Veränderung“ an. Zeichen – sogar der Erschütterung - werden sichtbar, wenn der Menschensohn kommt, hörten wir am letzten Sonntag im Evangelium. Am heutigen 2. Advent ruft Johannes der Täufer zu Umkehr und Erneuerung auf – doch nicht um einzuschüchtern, sondern um Mut zu machen (dass wir uns eben nicht ängstigen müssen, wenn wir erleben, dass nichts bleiben kann wie es jetzt ist), denn wir hören: „Alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.“ (Lukasevangelium 3,6) Das ist uns zugesagt und das darf uns freimachen, nicht nur das Vertraute „loszulassen“, sondern mit anzupacken, dass – mit den Worten des Täufers gesprochen - Berge und Hügel sich senken, dass Krummes und Unebenes gerade wird. Kann heißen: jemandem, der mir begegnet, den Weg zu räumen, nicht auf mein Recht zu pochen, sondern ihm den Vorrang zu lassen; kann bedeuten, jemandem seine „Schlepp-Last“ zu erleichtern – durch Mittragen, Zuhören, Zeit schenken.
Nicht „Face-App“, aber „sein Ankommen“ kann uns verändern, „bearbeiten“, „das Lächeln ins Gesicht zaubern“, weil wir in gespannter froher Erwartung nach vorne schauen dürfen. Das wünsche ich Ihnen im Advent.

Ihre Eva-Maria Nolte, Gemeindereferentin im „Bielefelder Osten“

Eva Maria Nolte 2017

 

 

 

 

Eva-Maria Nolte, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Bielefeld-Ost

Bildquelle: Pfarrbriefservice © Magdalena Simon

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