Eingeschränktes Rückgaberecht

ziege im muell by patricia henning pfarrbriefservice kleinerWort zum Sonntag, Lippische Landeszeitung, 22. Juni 2019

Wenn Sie sich etwas ausleihen, z. B. ein Buch, ein Kleidungsstück oder ein Werkzeug, wie behandeln Sie den Gegenstand, wie gehen Sie damit um?

Die meisten von Ihnen, vermute ich, werden jetzt denken: Natürlich gehe ich sorgfältig damit um, so dass ich es in dem Zustand zurückgeben kann, in dem es vorher war. Diese Vorgehensweise ist doch selbstverständlich und bei Beschädigung des Gegenstandes wird er repariert. Denn nur so kann das Teil auch weiterbenutzt werden und der Besitzerin oder anderen zu Gute kommen. Wenn dieses Prinzip so einfach und allgemein akzeptiert wird, warum fällt uns das bei unserem Planeten Erde so schwer? Warum behandeln wir unsere Umwelt so, als ob wir sie nicht zurückgeben bräuchten? Warum verdrecken und verschmutzen wir alles, als ob nach uns niemand mehr käme? Wir Christen glauben, dass Gott der Schöpfer ist, und alles auf der Erde erschaffen hat. Er ist sozusagen der „Leihgeber“, er hat uns alles zur Nutzung überlassen. Im Katechismus der kath. Kirche steht, dass die Welt zur Ehre Gottes geschaffen wurde. Sehr Ehrenhaft gehen wir nicht mit ihr um. Im Gegenteil. Schon im Buch Jeremia hat Gott sich scharf über das Verhalten der Menschen beklagt: „Ich brachte euch in ein fruchtbares Land, aber kaum wart ihr dort, habt ihr mein Land verdorben.“ Als Christen sind wir aufgerufen, Gottes Schöpfung, das „fruchtbare Land“, oder in unserer Sprache „die Umwelt“ zu bewahren. Wir können uns da nicht rausreden. Denn, wenn wir das Kleingedruckte lesen, dann gibt es für unsere Erde kein Rückgaberecht. Die Schülerinnen und Schüler, die freitags für den Klimaschutz auf die Straße gehen, haben das verstanden. Sie auch?

Marie-Simone Scholz
kath. Gemeindereferentin im Pastoralverbund Bad Salzuflen-Schötmar

 

Bildquelle: © Patricia Henning
In: Pfarrbriefservice.de

 

 

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